Fasad Cluster: Kilak

Copyright: Cara deWinter

Autor: Cara deWinter
Titel: Fasad Cluster: Kilak
Reihe: Fasad Cluster – Band 1
Seitenanzahl: 288 Seiten
Verlag: Selfpublisher
ISBN: 978-3961115907
Preis:
E-Book:
3,49€
Print: 9,99€
Link zur Autoren FB Seite: Cara deWinter 
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Klappentext:

Seit die Entwicklungsingenieurin Sonya Marshall beim Militär gekündigt hat, steckt sie in Schwierigkeiten, deshalb bauen ihre lebhaften Kinder einen Sender, um Aliens zu kontaktieren.
Kilak Hanada, Kriegsherr und Thronerbe des Fasad Clusters, fängt das Signal auf und landet neben Sonyas Haus. Die Kinder sind von »ihrem« Alien begeistert. Als das Militär auftaucht, um Sonya zur Kooperation zu zwingen, greift Kilak ein. Er bietet der Ingenieurin an, sie und ihre Familie mitzunehmen, dafür muss sie ihn heiraten.
Sonya hat keine Wahl und folgt ihm. Kilak ist höchst zufrieden. Kleine Details, wie seinen Titel, den langen Krieg mit den Onikaden und die untergeordnete Stellung der Frau in der Fasadgesellschaft, will er später klären. Er hat jedoch seine Rechnung ohne die Powerfrau von der Erde gemacht.


Das Buch wird für Leser 18+ empfohlen.


Bereitstellung des Buches: Rezensionsexemplar.

Meine Meinung:

Der Krieg nimmt Kilak Hanada – Kriegsherr und Thronerbe vom Fasad Cluster – alles, was er je geliebt hat und stürzt ihn in eine andauernde Stasis. Gefangen in seinem Wunsch nach Rache, setzt Kilak alles daran, die Onikaden – die Planeten zerstören und ihnen ihre Lebensenergie aussaugen – zu besiegen. Doch es scheint, als wären sie in einer Patt-Situation. 
Als Kilak zu einem Treffen mit seinem Vater ist, gelangt er unvermittelt in unser Sonnensystem und schnappt das Signal von Sonya Marshall und ihren Kindern auf. 
Kilak folgt dieser Einladung, denn es ist seine einzige Chance, die nächsten Tage zu überstehen, bis er abgeholt werden kann. Sicherheit geht vor, besonders für den Thronerben, auch wenn er selbst das eher als lästige Pflicht ansieht.

Sonya Marshall ist verwitwet und versucht ihre quirligen Kinder in den Griff zu bekommen, dabei sind beide hochbegabt und haben größten Spaß daran, biologische Feuerwerkskörper und Sender zu bauen, die bis in das All senden und sogar einen Alien anlocken. Einen, der anscheinend ganz ihnen alleine gehört.
Wenig begeistert ist Sonya über den Enthusiasmus ihrer Familie, als Kilak bei ihnen landet und um Unterschlupf bittet. Doch wie könnte sie einen Alien abweisen, der ihre Faszination weckt? Und das nicht nur auf der wissenschaftlichen Ebene – als Ingenieurin ist es natürlich pure Glückseligkeit einen Alien mit Alientechnologie zu treffen – sondern auch ihre weibliche Seite. Aber um sich einem Alien hinzugeben – ganz gleich, wie attraktiv er erscheinen mag – ist sie zu schlau.

Sonya ist viel, aber sicher nicht auf den Mund gefallen und sagt grade heraus, was ihr nicht passt. Sie ist es gewohnt, in einer Männerdomain zu arbeiten und sich gegen Chauvinisten zu behaupten, wobei Kilak hier wirklich den Vogel abschießt. 
Also dafür, dass der Gute ein Kriegsherr mit überbordender und mehr als überfortschrittlicher Technologie ist, ist die Rolle der Frau einfach nur steinzeitaltlich. Nur Kinder gebären, sich anständig verhalten und süß lächeln, oder wie? Keine große Möglichkeit eine eigene Karriere zu verfolgen oder gar Mitspracherecht in Regierungsfragen. 
Oh man, ich wollte ihm wirklich eine überbraten, jedes Mal, wenn ich den Mist darüber gehört habe, dass eine Frau sich nur auf den Mann verlassen muss und dieser sie schon behüten würde. 
Tja, wie gut, dass Sonya ziemlich selbstsicher ist und auch weiß, was sie will. Sie stellt sich ihm in diesem Punkt ziemlich entgegen und Kilak muss lernen, dass die Frau, die er sich da ausgesucht hat, mehr als nur stur ist und auch nicht so leicht nachgibt.

Der Schreibstil ist wirklich fesselnd, besonders gut ausgearbeitet fand ich dabei die unterschiedlichen Ausdrucksweisen: Kilak sehr vornehm, hochtrabend artikuliert und Sonya redet ganz normal. Totale Kluft zwischen „royal“ und „normalo“, aber sehr amüsant und ich habe oft genug die Augen einfach nur verdreht. 
Zudem sind die Charaktere super ausgearbeitet, zumindest die Hauptcharaktere und man merkt auch eine Veränderung, auch wenn sie sich in ihren Grundfesten natürlich nicht ändern. Dafür läuft alles einfach viel zu schnell ab und weder Kilak, noch Sonya – besonders sie nicht -, haben die Zeit sich wirklich aufeinander einzustellen. 
Könnte unter anderem auch daran liegen, dass Kilak sich in einem interstellaren Krieg befindet und Sonya unbedingt als seine Gemahlin haben will, wodurch er sie so unter Druck setzt. 

Und während sie auf dem Weg sind zu Kilaks Heimat, muss Sonya feststellen, dass es einiges an Dingen gibt, die ihr der ach so große Krieger (@_@) nicht erzählt hat, doch ein Hinterhalt verhindert die Aussprache. Ob das so gelingt, wie sich Kilak das wünscht? 
Ich weiß ja nicht, bin dafür aber jetzt umso gespannter auf den zweiten Teil.

Und: auf den letzten Seiten musste ich weinen! Man, das war so gemein, wirklich gemein! Was soll sie denn jetzt machen? 
Mir brach das Herz mit und ich muss sagen, ich habe die Charaktere wirklich ins Herz geschlossen. Und neben dem Weinen gegen Ende musste ich auch oft genug lachen, weil sich Kilak so selten dämlich machohaft aufführt.

Der einzige Kritikpunkt bleibt die Geschwindigkeit der Beziehungen, die sich so mir nicht ganz erklären ließ und deswegen etwas unpassend rüber kommt, auch wenn zumindest Sonya im Gegensatz zu allen anderen, noch genug Menschenverstand zu besitzen scheint. 
 

Fazit:

4 Wirbelwinde, weil es mir an manchen Stellen zu schnell ging und ich mir gerade wegen den Gefühlen der Hanadas mehr Zeitraum gewünscht hätte. Ansonsten sehr geniales Buch, mit Herz und wichtigen Themen, das mich begeistern konnte.

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