Zwischenfazit: LindenHerz

Heute habe ich euch direkt zwei Zwischenfazit-Beiträge zum jeweiligen #Buddyread mit Franci von Amorem namque Librorum bzw. @passionate_bookowl🥰

„Lindenherz – 824 Jahre durch die Zeit“ von Tala T. Alsted – Wortlicht-Blog war super geduldig mit mir und nun kommt auch endlich mein Zwischenfazit. Tatsächlich fehlen mir gerade einmal noch 140 Seiten, um das Buch zu beenden, ich denke, morgen werde ich damit fertig sein, sodass ich euch nächste Woche meine Rezension zeigen kann.
Ich muss gestehen, Franci und ich haben viel darüber diskutiert, weil wir beide wohl hohe Erwartungen an das Buch hatten und diese nicht ganz so erfüllt wurden, wie wir uns das vorstellten.


Aber fangen wir direkt von vorne an:
Ich liebe die Idee!
Zeitreise-Ideen und ihre Ausarbeitung finde ich immer unglaublich spannend, was man mit diesem einen Schlagwort für Plots spinnen kann.
Ich mag es, dass es eine sehr bestimmte Zeitspanne umfasst und anscheinend weder weiter nach hinten noch weiter noch vorne geht, als diese 824 Jahre, die man auch schon auf dem Titelbild sieht.
Genau so sehr mag ich Johann – den männlichen Protagonisten, weil er authentisch auf mich wirkt und sich wenigstens Mühe gibt sich angemessen der Zeit zu verhalten, obwohl ihn die Zukunft interessiert und er doch sein Leben nicht bereit ist aufzugeben. Er hat hart trainiert und hält fest an seinem Glauben, an seinen Idealen und glaubt daran, dass es für ihn nur die Möglichkeit gibt, anerkannt zu werden, wenn er ein bedeutender Ritter wird.
Man merkt sehr, dass sich Tala mit dem Mittelalter auskennt und auch so viel recherchiert hat, um das Feeling rüber zu bringen.

Katharina – die weibliche Protagonistin und jene, aus deren Sicht es erzählt wird – ging mir dabei jedoch etwas auf die Nerven. Mit ihren 17 Jahren ist sie in meinen Augen naiv, was schon wieder authentisch ist und dennoch hätte ich mir mehr Reflexion von ihr gewünscht, allen voran, weil sie doch so gerne liest und belesen ist. Und ich hätte mir gewünscht, dass sie mehr darauf besteht, von ihrer Großmutter mehr Informationen zu bekommen, statt sich nur mit kurzen Kommentaren abspeisen zu lassen. Auf der anderen Seite ist es echt der Realität nahe, dass sich Katharina widersprüchlich verhält, auf der anderen Seite hat mich das teilweise den letzten Nerv gekostet 😔Ich weiß gar nicht, ob ich das gut oder schlecht finden soll 😂
Richtig ins Buch bin ich, glaub ich, erst auf Seite 464 gekommen, da der Schreibstil für mich öfter sehr distanziert war und ich mich nicht komplett reinfallen lassen konnte, als ob mit Absicht mehr Informationen zurückgehalten wurden und werden. 🤔

Meiner Meinung nach hätte auch ein manchmal stattgefundener Perspektivenwechsel der Geschichte gut getan, wenn zum Beispiel Johann zu Wort gekommen wäre, um die ein oder andere Situation aus seiner Sicht zu sehen. Das hätte mir viel geholfen, auch mehr mich im Mittelalter zurecht zu finden und nicht mit Fragezeichen zurückzubleiben, warum er wie reagiert. Seine Reaktionen und Hintergründe haben mich teilweise mehr interessiert, als Katharinas.

Da gibt es noch andere Punkte, aber das würde den Rahmen sprengen und ich euch ziemlich arg spoilern, Tala habe ich schon einen längeren Text geschrieben 😂 Manchmal glaube ich, ich vergraul die Leute gerade damit, dass ich so rigoros ehrlich bin…

Kennt ihr den Roman schon? Spricht euch im Zwischenfazit etwas an, weswegen ihr es genau deswegen lesen würdet?

Und hier noch die Buchinformationen:

Titel: Lindenherz – 824 Jahre durch die Zeit
Seiten: 686 Seiten
Verlag: Selfpublisher
ISBN: ‎ 978-3347515406
Link zu Amazon: LindenHerz
Preis:
E-Book: 3,99€
Print: 19,99€
Klappentext:

Katharina entdeckt ein sonderbares Phänomen: Im alten Spiegel im Haus ihrer Großmutter Edi sieht sie einen geheimnisvollen Wald. Genau hier existiert ein Loch in der Zeit, das sie 824 Jahre in die Vergangenheit und wieder zurück bringt.
In dieser mittelalterlichen Version des Ortes begegnet ihr Johann. Von Anfang an fühlt sie sich zu ihm hingezogen, obwohl er ihr fremd und gleichzeitig sonderbar vertraut erscheint. Immer mehr Rätsel drängen sich ihr auf: Warum versteht sie seine Sprache? Was verheimlicht ihr Edi? Und welche Rolle spielt der Mann mit den eisblauen Augen?
Es droht bereits Gefahr, als Katharina herausfindet, wie eng alles mit ihrer eigenen Familiengeschichte zusammenhängt.

Ein Gedanke zu “Zwischenfazit: LindenHerz

  1. Hallo Jamie,
    Vielen Dank für dein Zwischenfazit und dass du so lange durchgehalten hast, obwohl dir Katharina so gar nicht sympathisch ist 😅 Ich freu mich aber trotzdem, ehrlich, weil du ja auch ganz genau schreibst, womit du haderst und was dich stört. Mir ist es mit anderen Büchern auch manchmal schon so gegangen, dass ich einfach keinen Draht zu den Protagonisten gefunden habe. Da kann man nichts machen. 😉 Aber nichtsdestotrotz werde ich was mitnehmen für mein neues Buchprojekt und versuchen drauf zu achten, dass meine Hauptperson weniger naiv wird bzw. dass ich auf genau sowas nochmal gesondert achte 😁
    Alles Liebe und euch ein schönes Wochenende 💚
    Tala

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