Lindenherz

Autor: Tala T. Alsted
Titel: Lindenherz – 824 Jahre durch die Zeit
Seitenanzahl: 686 Seiten
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 978-3347515406
Preis:
E-Book:
3,99€
Print: 25,00€
Link zur Autoren FB Seite: Wortlicht Blog
Link zu Amazon: Katharina und Johann
Klappentext:

Eine spannende Zeitreise zwischen Mittelalter und Gegenwart:


In einem alten Spiegel sieht die 17-jährige Katharina nicht sich selbst, sondern einen geheimnisvollen Wald. Sie entdeckt ein Loch in der Zeit, das sie 824 Jahre in die Vergangenheit und wieder zurück bringt. In der mittelalterlichen Version ihres Ortes begegnet ihr der Knappe Johann – von Anfang an fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Immer mehr Rätsel drängen sich auf und offenbar hängt alles eng mit Katharinas eigener Familiengeschichte zusammen. Aber Johann und Katharina müssen sich trennen – bis ein Notfall Katharina Jahre später zu einer weiteren, gefährlichen Reise ins Mittelalter zwingt.

Bereitstellung des Buches: Rezensionsexemplar.

Meine Meinung:

Katharina entdeckt im Zimmer neben an, in das sie eigentlich nicht hinein gehen darf, einen Spiegel, der in eine andere Zeit führt und tritt hindurch. Und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Katharina ist 17 Jahre alt am Anfang, sie wirkt wie ein typischer Teenager auf mich, die mit ihren Problemen zu kämpfen hat und gleichzeitig nur zu gerne bei ihrer Großmutter Zeit verbringt während den Ferien. Bücher über Bücher schmücken Edits Haus und Katharina liebt das Lesen.
So gut wie ich die Idee am Anfang fand, so wenig konnte es mich letztendlich überzeugen.
Ich mag es, dass Katharina und Johann durch die Zeit reisen, eine Verbindung zueinander aufbauen und das dabei mit sehr wenig Kitsch von statten geht.
Auf der anderen Seite ärgert mich das manchmal sehr naive Verhalten von Katharina, die manchmal überheblich gegenüber Johann wird und es dann einsieht, wenn er sie darauf anspricht, genau so wie manch eine Reaktion auf von den Nebenfiguren gezeigte Aktionen.
Statt ihre Großmutter so lange auszufragen, bis diese ihr die Antworten gibt (Was ist das für ein Spiegel? Wo landet sie da? Warum scheint sie Johann zu kennen? Warum ist es gefährlich dahin zu gehen?), lässt sie sich von ihrem Schweigen auf Abstand halten und bekommt keine großartigen Informationen, sondern nur halbgare Warnungen.

Der Schreibstil der Autorin ist filmisch und szenenhaft, was an sich nicht schlimm ist, wodurch ich keine direkte Verbindung mit den Charakteren aufbauen konnte und damit mir diese fern blieben. Da die Story aus Katharinas Sicht in der dritten Person erzählt wird, bleibe ich als Leser genau so auf der Stelle treten, wie die Protagonistin selbst. Hier und da hätte ich mir tatsächlich einen Perspektivenwechsel gewünscht, um die ganze Sache voranzubringen.
Am Anfang war mir Katharina auch sympathisch, ich fand sie gut skizziert und sie wirkte reif auf mich, wobei das mit jeder Seite etwas mehr abgenommen hat und ich mich bei manchen Stellen fragte, ob sie wirklich so naiv und unwissend sein kann, wie sie sich gibt.

Das Setting dagegen fand ich wunderschön und passend, es werden Einzelheiten eingefügt, wo man merkt, dass sich die Autorin intensiv mit den historischen Gegebenheiten auseinandergesetzt hat. Das und ein Perspektivwechsel zusätzlich hätten mir sicher mehr Freude insgesamt bereitet.
Ehrlich gesagt fällt es mir auch sehr schwer, dem Buch seine Wirbelwinde zu geben, denn auf der einen Seite braucht es echt viel, um einen Teenager so realistisch darzustellen – und im Moment habe ich das Gefühl, einige sind öfter mit Scheuklappen und Akzeptanz unterwegs, wo keine hingehören – und gleichzeitig hat es mich oft so entnervt zurück gelassen, dass ich nur noch mit den Augen gerollt habe.

Die Beziehung zwischen Katharina und Johann, sowie seine Probleme, nachdem er aus dem Krieg zurückgekehrt sind, fand ich gut dargestellt, das hat sich wirklich entfaltet, ohne dem typischen Klischee zu entsprechen. Johann war mir die gesamte Zeit über sehr sympathisch und in seinen Kopf hätte ich gerne reingeschaut.
Vielleicht war ich auch von den guten Rezensionen zu sehr beeinflusst und bin mit zu hohen Erwartungen in die Geschichte gestartet, die mich nicht von sich begeistern konnte, trotz der guten Ansätze und der mehr als tollen Idee.


Fazit:
3 Wirbelwinde,
für eine coole Idee und auch die ein oder andere gelungene Stelle, doch überzeugen konnte es mich nicht viel.

3 Gedanken zu “Lindenherz

  1. Liebe Jamie,
    vielen Dank für deine ausführliche und echt faire Rezension, obwohl dich das Buch nicht so mitreißen konnte. Ich weiß das wirklich zu schätzen und ich denke, es hilft auch allen potentiellen Lesern, genauer einzuschätzen, was sie bei „Lindenherz“ erwartet.
    Viele liebe Grüße,
    Tala

    Gefällt 1 Person

      • Dankeschön, das wünsch ich dir auch 🙂 Langsam lichtet sich bei mir auch der vorweihnachtliche Aufgabenberg und vielleicht kann ich nun bald zu den schönen Dingen übergehen, mal wieder lesen und schreiben und plätzchenbacken… Alles Liebe! Tala

        Gefällt mir

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