Das Geheimnis der Bienenvilla

Autor: Aubrey Rhodes
Titel: Das Geheimnis der Bienenvilla
Seitenanzahl: 334 Seiten
Verlag: HarperCollins
Übersetzt von: Barbara Imgrund
ISBN: 9783749900015
Preis:
E-Book:
8,99€
Print: 12,00€
Link zum Verlagsshop: Lauras Spurensuche
Klappentext:

Eine seit 2000 Jahren verleugnete Liebe, ein wohlgehütetes Geheimnis – eine Frau auf der Suche nach der Wahrheit:

Laura Cuddihy wurde an den besten Schulen ausgebildet – doch in New York ist die Linguistin in einer Sackgasse angekommen. In der Beziehung zu ihrem Freund kriselt es und ihr Lehrauftrag an der NYU läuft aus. Da kommt das rätselhafte Jobangebot aus Cornwall gerade recht: Für die exzentrische Wyona Guinness de Figueras soll sie einen jahrhundertealten Kodex übersetzen. Laura ist fasziniert, und schon bald entwickelt sich eine innige Freundschaft zwischen den beiden Frauen. Zunehmend entfernt sich Laura von ihrem Leben in New York. Als Wyonas Sohn James mit seiner Frau und den beiden Töchtern in der Bienenvilla auftaucht, lässt er sich von Lauras Leidenschaft für den Kodex mitreißen. Die beiden verbindet jedoch bald weit mehr als ihre gemeinsamen Recherchen. Laura muss sich die Frage stellen, was sie vom Leben will – und stößt unterdessen auf ein Geheimnis, das weit größer ist, als sie sich je hätte ausmalen können…  

Bereitstellung des Buches: Rezensionsexemplar.

Meine Meinung:

Laura ist 35 Jahre alt und folgt einem Jobangebot nach Cornwall, wo sie auf Wyona Guinnes trifft, die sie mit der Übersetzung alter Dokumente beauftragt und die für Laura eine Veränderung ihres ganzen Lebens und vielleicht auch Weltbildes für die religiöse Gemeinschaft bedeuten könnte.
Das, was sie da übersetzen soll, was sich seit Jahrhunderten in den Händen der Familie befindet und keinen so recht interessiert hat, ist beeindruckend und dramatisch und weltverändernd und konsequenzenreich.
Bis… ja, naja, soweit kommt es gar nicht.

Ich bin enttäuscht.
Vom Klappentext und nachdem ich mich in den Schreibstil hineingefunden habe, hatte ich eine Geschichte erwartet, die im letzten drittel mehr zu bieten hätte als das, was tatsächlich dann darin stand.
Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll, ohne großartig zu spoilern, aber vielleicht klappt es.

Am Anfang habe ich etwas gebraucht, um mich mit dem Schreibstil anzufreunden, weil hier ein allwissender Erzähler die Geschichte widergibt und dabei oberflächlich und objektiv beschreibt, wie die Personen handeln und was sie fühlen, gleichzeitig kam in mir das Gefühl hoch, ich könnte es ebenfalls „fühlen“.
Die gezogenen Vergleiche waren manchmal sehr wissenschaftlich angelegt und ließen mich die Stirn runzeln, weil ich mich gefragt habe, wie man auf diesen Vergleich kommt, um genau diesen zu dieser Stelle zu nehmen.
Dann fand ich die Ausarbeitung der Charaktere auf der einen Seite interessant, auf der anderen Seite blieben sie so, wie sie waren. Es gab keine Entwicklung, wie Laura das selbst sogar benennt. Also sollte dies das Ziel gewesen sein, dann ist es wirklich gelungen – zumindest in diesem Punkt.

Laura fand ich teilweise unsympathisch, gerade am Anfang, als es noch nicht ganz klar war für mich, wohin es gehen würde. Als es dann an die Übersetzung ging, konnte ich ihre Freude spüren und begann sie zu mögen, wobei mir manches Verhalten von ihr mehr als seltsam erschien und ich mich gefragt habe, ob sie wirklich so alt ist, wie sie ist oder ob sie einfach zwischen Teenager und „Stock im A****“ besitzende, erwachsene Frau ist – tut mir Leid für die Wortwahl. Seltsame Antipathie und Sympathie, ehrlich.
Und vom Alkoholkonsum mal ganz zu schweigen.

Die Geschichte, welche die Dokumente erzählen, die Laura übersetzen sollte, dagegen war sehr spannend, und hatte doch irgendwie die wichtigsten Passagen – für mich zumindest – nur kurz angeschnitten.

Im Klappentext wird auf James, Wyonas Sohn, Bezug genommen, der sich gemeinsam mit Laura in das Abenteuer stürzt, aber meiner Meinung nach blieb er sehr passiv und alles um ihn herum wurde sowieso von Frauen dominiert und kontrolliert. Er verliert sein Herz an Laura, ohne dabei Taten sprechen zu lassen, denn eigentlich ist er auch so um die fünfzehn Jahre älter als sie und hat eine eigene Familie mit einer sehr gruseligen Ehefrau und zwei süßen Töchtern.

Das Buch abbrechen konnte ich aber auch nicht, weil ich dachte, dass da noch etwas kommen muss, wenn man schon solche Dokumente, solch eine Geschichte anleiert und wurde mehr als nur enttäuscht, wie das gelöst wurde. Das Ende danach, nachdem das, worum es die ganze Zeit ging, nicht mehr da war, war mir dann klar gewesen und doch hatte ich irgendwie auf noch etwas gehofft, was es wieder raus reißen würde, aber es kam icht.
Zumindest Laura hat ihren Frieden mit dem Ende dieser Geschichte gefunden, ich nicht.

Fazit:
3 Wirbelwinde
, weil ich die Geschichte der Dokumente spannend fand. Kann ich tatsächlich nur empfehlen, wenn man auf unbefriedigende Enden steht.

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