In-Eo: Die blaue Legende

Copyright: Federtraum Verlag

Autor: Joleen Ley
Titel: Die blaue Legende
Reihe: In-Eo
Seitenanzahl: 372 Seiten
Verlag: Federtraum Verlag
ISBN: 978-3948253004
Preis:
Print:
12,90€
Link zur Autoren FB Seite: Joleen Ley
Link zu Amazon: Minah und William
Klappentext:

„Sie alle sind dem Ruf der Meere gefolgt, doch in Wahrheit war es der Ruf eines uralten Wassermannes, der an dem Tod seiner geliebten Tochter zerbrochen ist.“
William und Minah,
zwei Wesen,
vier Länder,
zwei Epochen,
eine einzigartige Liebe.
Wird sich das Schicksal der kleinen Meerjungfrau wiederholen?
Die alte Sage neu erzählt.

Bereitstellung des Buches: Rezensionsexemplar als E-Book

Meine Meinung:

Alpträume plagen die Meerjungfrau Minah, die an der Küste von Korea lebt und die ihr einen Mann zeigen. Einen Menschen.
Ihre Sehnsucht nach ihm ist groß, auch wenn sie sich sicher ist, dass sie ihn nie treffen werden wird, immerhin ist er ein Mensch. Und obwohl sie gerade die Menschen faszinieren, sie gerne ihre Lebensweise kennenlernen würde, vor allem aber die Natur und die Tiere, so ist eines doch gewiss: Sollte sie jemals ein Mensch zu Gesicht bekommen, würde er sie fangen und ihr ihre Essenz stehlen. Denn die große Jagd nach den Meerbewohnern ist noch gar nicht so lange her.

Aber wenn das Schicksal seine Finger im Spiel hat, können sich weder ein Mann noch eine Meerjungfrau ihrem Lebensweg entziehen.

William ist der Sohn eines Händlers während der Zeit, in der die Pest in Europa ihr Unwesen treibt. Auf Wunsch seines Vaters begibt er sich auf die Reise Richtung Korea, China und Japan, um dort Geschäfte zu treiben. Er ist bereit, seine Pflicht gegenüber der Familie zu tun, würden ihn die Träume von einer faszinierenden Fremden nur nicht so zeitweise ablenken und die Sehnsucht in ihm schüren.

Ein Unwetter, ein alter Schutzzauber und ein sinkendes Schiff…
Die Tragödie nimmt ihren Lauf und selbst der Zauber kann die Fäden des Schicksals nicht zertrennen.
Doch wohin, wenn alles nur auf Zeit geborgt zu sein scheint?

Ich mochte Minah, auch wenn sie für mich ziemlich naiv rüber kam, aber wer kann das einem schon verdenken, wenn die Meerjungfrau keine Ahnung davon hat, wie das Leben außerhalb des Meeres ist? Sie ist direkt, ehrlich und manchmal konnte ich sie nicht direkt einschätzen. Aber die Fähigkeiten finde ich ziemlich cool und während dem Verlauf der Geschichte hat sich Minah auch sehr gewandelt. Wer könnte das nach dem Plottwist auch verdenken?

William dagegen ist der vollendete Gentleman und versucht alles, um Minah nicht anzustarren, als sie so halbnackt und mit Flosse vor ihm sitzt, doch wie könnte er es nicht, wenn sie ihn so fasziniert? Seine Träume scheinen in Erfüllung gegangen zu sein, denn sie war schließlich die Traumgestalt, die ihn in ihren Fängen hielt.
Ich mochte ihn, diesen starr auf Regeln bedachten Mann, der doch selbst nicht mehr weiß, wohin mit sich nach dem Schiffsbruch.

Die Geschichte der beiden ist wirklich süß, aber auch tragisch und nahm mich während dem Lesen mit sich. Auch wenn viele Fragen ungeklärt blieben, einige Sachen nur angeschnitten wurden, weiß ich, dass das mehr für den zweiten Teil gedacht ist von „In-Eo“, dennoch hat das Buch – wenn man den Epilog weg lässt – einen runden Abschluss, wenn man es dabei belassen möchte.
Der Epilog ist aber ziemlich cool und macht Lust auf mehr…

Während dem Lesen blieb mir Minah trotz allem etwas fern, ich konnte mich nicht komplett in sie einfühlen und gerade am Anfang hat mich ihre naive Art gestresst, aber das ist okay.
Gut ist auch, dass es nichts überstürzt wird, sondern sich langsam aufbaut. Es nimmt langsam Fahrt auf, steigert sich, bis zu dem Punkt, wo es einfach schief gehen muss.
Die Charaktere leiden, die Welt bricht zusammen, der Zauber versagt. Doch wohin wird das führen? Welche Auswirkungen wird es auf die Meeresbewohner und vor allem auf Minah haben?

Ich mochte die Dynamik zwischen Minah und William, aber auch zwischen Minah und ihren Freundinnen, die ihr später zur Seite stehen. Amüsante Charaktere, die mich öfter zum Schmunzeln gebracht haben.
Der Schreibstil von der Autorin holte mich ab und ich konnte mich in die Geschichte sinken lassen.

Der größte Kritikpunkt für mich war einfach: Minahs Naivität und irgendetwas hat mir einfach gefehlt. Ich kann es nicht einmal genau beschreiben, aber es fehlte mir etwas, das mich komplett komplett mitgenommen hätte, obwohl die Wendungen wirklich gut waren und die Hintergründe spannend sind!

Fazit:


4 Wirbelwinde für dieses Aufleben einer alten Legende und ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil von „In-Eo“!

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