Abbruch Rezi: Mile High

Autor: Liz Tomforde
Titel: Mile High
Reihe: Windy City 1
Seitenanzahl: 624 Seiten
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3734113475
Preis:
E-Book: 4,99€
Print: 16,00€
Link zu Amazon: Evan und Stevie
Klappentext:
Als der Hockey-Playboy Zanders der taffen Flugbegleiterin Stevie begegnet, fliegen die Funken – doch mit der Affäre riskieren sie nicht nur ihre Jobs, sondern auch ihre Herzen! Der TikTok-Hype endlich auf Deutsch!

Frauenheld und Badboy Zanders lebt seinen Traum: Er spielt in der National Hockey League für Chicago, reist mit seinem Team durchs Land und nimmt fast jeden Abend eine andere Frau mit ins Bett. Für die neue Saison gibt es erstmals eine feste Crew für den Privatjet und damit eine goldene Regel: Finger weg von den Flugbegleiterinnen! Doch das ist hart: Crewmitglied Stevie ist schlagfertig, anders, ihre Art zieht Zanders an und vor allem ihre Kurven bekommt er nicht mehr aus dem Kopf …
Schon bald kann auch Stevie sich nicht mehr gegen die Anziehung wehren, doch sie weiß, dass sie nicht nur ihren Job, sondern auch ihr Herz riskiert, wenn sie sich auf Zanders einlässt …

Sports Romance trifft auf Forbidden Love und Enemies to Lovers!

Bereitstellung des Buches: Gekauft.

Achtung: Diese Rezension ist eine Abbruch-Rezension, bedeutet, dass ich nach 3/4 vom Buch es weg gelegt habe und nicht beabsichtige es weiter zu lesen. Im vorletzten Absatz wird es Spoiler geben, aber den werde ich vorab markieren, damit ihr euch ganz sicher seid, dass ihr die Spoiler lesen möchtet!

Meine Meinung:

Evan Zanders ist der meist gehasst – geliebte Spieler in Chicago, denn mit seinem Ruf als „Bad Boy“, der jede Nacht eine andere Frau hat und seine Fäuste auf dem Eis fliegen lässt, wird er von den Fans geliebt und von anderen Sportlern gehasst. Gleichzeitig scheint niemand hinter seine Fassade zu sehen und alle halten ihn wirklich für den Bad Boy, den er den Medien zeigt. Auf ihrem ersten gemeinsamen Flug in der neuen Saison trifft er auf Stevie, die als Flugbegleiterin arbeitet und die ganze Saison die Mannschaft auf den Flügen betreuen wird. Sie lässt sich von seiner arroganten Art und seinem Ruhm nicht groß beeindrucken, denn erstens ist er auch nur ein Mensch und zweitens ist ihr Zwillingsbruder Ryan selbst Profisportler.
Es fliegen die Funken und Evan macht Stevie ihre Job ziemlich schwierig, doch sie lässt sich davon nicht unterkriegen und pfeffert immer dagegen.

Am Anfang mochte ich Evan gar nicht, denn sein Verhalten hat mich wahnsinnig gemacht. Ich könnte es als Starallüren abstempeln und als sein „Image“, dass er sich wie der letzte Arsch benimmt, außerdem wird öfter gesagt, dass er ja gar nicht so ist und die Öffentlichkeit ein falsches Bild von ihm hätte. Okay… nur sitz ich in seinem Kopf, während er massiv viel Unsinn von sich gibt, weswegen ich nicht wusste, ob ich dem Buch wirklich eine Chance weiter geben sollte. Nachdem ich auf Threads gefragt hatte, hieß es, ich soll abwarten.
Okay, warte ich ab. Unter anderem weil ich auch Stevies Kontras sehr mochte. Insgesamt habe ich ungefähr 12-14 Kapitel (ca. das erste Drittel) gebraucht, bis ich in der Story drin war und ab da ging es auch tatsächlich.
Stevie ist süß und taff, gleichzeitig von sehr vielen Selbstzweifeln zerfressen. Sie mochte ich tatsächlich soweit, bis zu dem Punkt einfach, wo sich gefühlt alles um diese Unsicherheiten drehte, sie aber vorher irgendwie mal von sich sagte, sie habe Frieden mit ihrem Körper und allem geschlossen, gleichzeitig reagiert sie stets eingeschnappt, wenn sie das Gefühl hat, jemand kritisiert das, wo sie sich unsicher fühlt, während sie konstant die Stimme ihrer Mutter im Kopf hört. So… tell me, wo hast du dich damit abgefunden, Frau?

Die Funken fliegen zwischen den beiden und sie lernen sich immer mehr kennen, während eine Beziehung unwahrscheinlich scheint, da Stevie sonst ihren Job verlieren könnte und genau davor hat sie angst. Gleichzeitig zeigt Evan eine ganz andere Seite an sich und hilft Stevie ihr Selbstbewusstsein zu finden und da konnte ich die Chemie zwischen den beiden spüren.
Zudem werden auch wichtige Themen angesprochen wie mentale Gesundheit im Sport und Tierheimhunde, ehrenamtliche Arbeit und der Versuch, etwas in einem starren System zu verändern, was ich richtig gut fand.
Aber außerhalb davon blieben Widersprüche für mich in den Charakteren drinnen, wo ich nicht nachvollziehen konnte und deswegen auch teilweise etwas entnervt war.
Für mich war die Geschichte einfach nichts, dabei habe ich so viele gute Stimmen dazu gehört und gehofft, dass es den Hype wert ist und mich packen könnte, da es ja durchaus Potenzial hat. Leider konnte es mich gar nicht überzeugen und hat mich in eine halbe Leseflaute geworfen, weswegen ich es dann auch bei 3/4 des Buchs abgebrochen habe.
Für jeden, der auf Banter zwischen den Charakteren steht und einer Protagonistin, die im Verlauf doch entdeckt, dass an ihr nichts falsch ist und einem Protagonisten, der mit sich ringt und seinen Selbstzweifeln ist das Buch sicher etwas. Meins war es leider nicht und die Reihe ist für mich dann damit auch vom Tisch.


Achtung. Jetzt kommen die Spoiler! Die Rezi ist bereits mit dem oberen Absatz dann beendet. Bitte nur auf eigene Gefahr weiter lesen! Ich will dann von niemandem hören, dass ich hier jemandem den Spaß verdorben habe! Spoiler! Spoiler! Spoiler!

Spoiler!

Okay, ich muss jetzt ranten und ihr seid freiwillig hier geblieben: WTF Junge?!
Evan sagt, dass alle ein falsches Bild von ihm haben und er kein schlechter Mensch ist und sich um jene kümmert, die er liebt. Mag sein, er kümmert sich wirklich um seinen besten Freund und dessen Frau und deren Kinder. Er ist zuckrig mit ihnen und hat auch ein Herz für einen süßen Hund und das habe ich geliebt. Und ja, er ist direkt in seiner Wortwahl, was echt gut ist. Aber der Mann ist in seinen Gedanken teilweise echt misogyn unterwegs und führt Listen von Frauen mit denen er was hatte in jeder Stadt, mit Eintrag dazu ob es gut war, welche Attribute die Frau hat und was auch immer… Junge?! Du sagst, du bist in Therapie seit fast einem Jahrzehnt und sagst selbst, du bist kein schlechter Kerl, aber ein Arsch auf jeden Fall!
Das war so eins der Dinge, die mich absolut genervt haben. So richtig!
Und dann der obligatorische Third Act Break Up: Wozu?
Dann, wenn die beiden endlich zueinander kommen und ein Alltag sich einpendelt, muss er wegen einem absolut beschissenem Grund Schluss mit Stevie machen. Das hat so keinen Sinn für mich ergeben und arg!

Okay, danke für’s Lesen und damit ist es jetzt wirklich beendet.

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