Verbotene Sehnsucht

Autor: Sophie Moore
Titel: Verbotene Sehnsucht
Reihe: London Devil Band 1
Seitenanzahl: 300 Seiten
Verlag: Federherz Verlag
ISBN: 978-3969665268
Preis:
E-Book:
2,99€
Print: 11,99€
Link zur Autoren FB Seite: Sophie Moore
Link zu Amazon: Abbie und James
Klappentext:

Eigentlich sollte der Trip nach London für Abbie nur eine kurze Ablenkung sein. Ein letzter Ausflug in die Freiheit, bevor sie ihr perfektes Leben als Ehefrau des erfolgreichen Staranwalts Marc Oliver Minor in der New Yorker High Society antritt. Aber dann begegnet sie im Londoner Nachtleben James Bolden, dem berühmt berüchtigten Underground-Regisseur. Er ist dunkel, verrucht und höllisch anziehend – und das komplette Gegenteil ihres Verlobten. Er entfacht ein hungriges Feuer in ihrer Brust, das sie längst verloren glaubte und stellt dabei alles auf den Kopf, was sie so sorgfältig geplant hatte. Als Abbie das bewusst wird, ist es längst zu spät. Denn eines ist klar: Wenn James Bolden etwas will, bekommt er es auch.

Der Auftakt zu einer leidenschaftlichen Romance-Trilogie über eine verbotene Liebe in London.

Bereitstellung des Buches: Herzlesen als Rezensionsexemplar.

Meine Meinung:

Abbie hat scheinbar alles: einen Verlobten, der als erfolgreicher Anwalt arbeitet und zur High Society der New Yorker Welt gehört. Ein Zuhause, das kostspieliger und schöner nicht sein könnte und ein perfektes, geregeltes Leben. Sie liebt Marc, aber etwas in ihr sehnt sich nach Mehr, denn ihre Künstlerseele hat sie nie ganz abgelegt, nachdem Marc sie vor sich selbst gerettet hat.
Ein kleiner Trip nach London und damit ein Gefallen für ihre beste Freundin, soll ihr den Kopf so richtig gerade rücken, immerhin kann es kaum einen besseren Mann als Marc Minor für sie geben.
Doch es kommt anders, als geplant, denn die Stadt setzt etwas in Abbie frei, was sie lieber vergessen hätte. Einen Hunger, eine Sehnsucht, einen Riss, der größer wird und ihre Künstlerseele zurück an die Oberfläche treiben will.
Abbie wehrt sich, mit allem was sie hat und kann es doch nicht, sie schafft es nicht und lässt sich auf das Jobangebot von James Bolden ein, der wie kein anderer in Menschen lesen kann.
Und sie verfällt der Geschichte, in deren Film sie die Hauptrolle spielen soll, obwohl sie noch nicht weiß, ob sie das kann.

Abbie war für mich ein etwas seltsamer Charakter, aber auf eine gute Weise. Auf der einen Seite ist sie so ein bisschen wie ein seltenes Tierchen in der High Society und in Marcs Welt, weil sie manchmal Kommentare von sich gibt, die den Finger in die Wunde legen, aber gleichzeitig ist sie auch das brave Mäuschen und tut das, was ihr Mann und alle um sie herum von ihr erwarten. Sie ist sozusagen „erwachsen“ geworden und hat anscheinend sich selbst oder zumindest einen Teil von sich verloren.
Spontanität und Abbie? Pfft, dann passt auch Schokoladenpudding und saure Gurken als Dessert zusammen…
Und doch setzen die Begegnungen in London ihrer inneren Welt richtig zu und holen eine andere Abbie ans Tageslicht, eine, die stark und eigensinnig, stur und mutig und voll von Leidenschaft und Gier und Gerechtigkeit ist.
Und vielleicht einen etwas verklärten Blick hat, aber sie ist so echt.

James ist… ich weiß es nicht, eine Naturgewalt? Viel hat man von ihm noch nicht erfahren und das Ende ist ein ziemlich heftiger Cliffhanger, aber es ist so gut und ich bin sowas von aufgewühlt und habe gleichzeitig Angst den nächsten Band zu lesen.
Er ist dominant, gebrochen, dunkel und hell und alles dazwischen. Er kann in Menschen lesen, als wären sie offene Bücher und verschließt sich gleichzeitig selbst vor der Welt.

Marc muss ich gestehen, mochte ich nicht. Er ist in meinen Augen ein versnobter, privilegierter Kerl, der alles bekommt, was er sich wünscht und der manchmal Grenzen überschreitet und seine Meinung als die einzig richtige gelten lässt.
Lilith – Abbies beste Freundin – ist dagegen mehr als verrückt und liebt ihr Jetsetter-Leben, während sie versucht, für ihre beste Freundin da zu sein und sie in beide Richtungen unterstützt, ihr aber auch klipp und klar die Meinung ungeschönt sagt, wie es sich gehört für eine beste Freundin.
Ray ist einer der coolsten und liebenswertesten Charaktere, die mir hier begegnet sind und ihn/sie als Freund/Freundin zu haben, kann man wirklich nur als Glück bezeichnen.

Der Schreibstil ist super, ein bisschen ironisch, ein bisschen theatralisch, perfekt passend zu Abbie und ihren manchmal schrägen Gedanken und Vergleichen mit Filmen, die mich gerade am Anfang zum Lachen gebracht haben, um später nur umso faszinierter von dem Charakter zu werden.
Ich war noch nie in London, aber wie die Stadt beschrieben wird, wie sie von Abbie – durch deren Augen der Leser alles liest und alles fühlt – wahrgenommen wird, ist großartig, bunt, brav und sowas von verrucht. Und in allen möglichen versteckten Ecken gibt es Bars. Das ist so cool!

Und der Romantitel hat auch eine Bedeutung im Roman, vielleicht sogar zwei, ich bin mir in diesem Punkt noch nicht ganz sicher, aber er hat eine Bedeutung und sowas liebe ich ja sehr, wenn Inhalt und Titel einen Bezug haben und dann auch noch so einen heftigen.

Dieser Start der Trilogie ist für mich heftig und emotional und verschlingend und hach, ich habe keine Worte mehr.

Fazit:
5 Wirbelwinde
, weil mich dieses Buch, diese Geschichte so gepackt hat, das glaubt man mir gar nicht. Ich bin hin und weg und sprudel gerade nur so über vor „Ich will wissen, wie es weiter geht!“ und „Nein, ich will es lieber nicht wissen, ich will warten, bis Band 3 da ist!“

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