Das Licht der Schatten

Autor und Copyright: A. Kissen
Titel: Das Licht der Schatten
Reihe: Arelion – Band 1
Seitenanzahl: 503 Seiten
Verlag: Selfpublisher
ISBN: 978-1540783363
Preis:
E-Book:
0,99€ -> aktuell im Angebot
Print: 14,93€
Link zur Autorenwebsite: A Kissen
Link zu Amazon: Lina und Alaric
Klappentext:

Eine geheime Welt geteilt durch Licht und Dunkelheit – eine Allianz verbindet beide.
Doch ein dunkler Feind bedroht die Welt des Lichts.
Eine Prophezeiung bringt ihnen entweder die Rettung oder den Tod der gesamten dunklen Welt.
Was wird geschehen?


Wenn du die Chance bekommst, eine ganze Art zu retten, würdest du dafür auf deine einzig wahre Liebe verzichten?

Die 17 jährige Schülerin Lina Nolan verliebt sich ausgerechnet in den Vampirfürsten Alaric Sullivan. Dieser muss laut einer Prophezeiung die Prinzessin des Lichts finden, bevor diese erwacht. Denn sie hat nur eine Aufgabe! Mit ihrer Kraft soll sie ihre Brüder und Schwestern vor der Bedrohung retten – damit würde sie aber auch alle Vampire auslöschen.
Nur wenn ihr Geliebter sich mit der Prinzessin vermählt, wird die Prinzessin ihn und seine Untertanen verschonen.

Doch kann Lina ihre große Liebe loslassen?
Oder gar retten?



Bereitstellung des Exemplars: Geschenk eines Freundes.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt klassisch: eine junge Frau gehört eher zu den Außenseitern und rennt beinahe in einen himmlisch aussehenden Mann rein. Natürlich ist die ganze Sache nicht so einfach, denn er gehört zum Internet, das an die Schule angegliedert ist, welche Lina besucht und erst im Verlauf stellt sich heraus, dass Alaric ein Vampir ist, genau so wie seine Wächter – drei Männer, die stehts an seiner Seite sind und ihn beschützen.
Das Interessante war, dass mein „Oh, Klischee erfüllt“ Eindruck schon bald in sich gesprengt wurde, weil Wendungen hineinkamen, Situationen entstanden und Fäden gesponnen wurden, mit denen ich so nicht gerechnet habe.

Lina ist ohne ihre Mutter aufgewachsen, die recht früh verstorben ist und sie nie wirklich kennengelernt hat. Zu ihrem Vater hat sie auch keine gute Beziehung und in der Schule hat sie kaum Freunde, stattdessen habe ich das Gefühl, dass sie sich freiwillig zurückzieht und lieber ihre Ruhe hat.
Alaric fasziniert sie, macht ihr gleichzeitig aber auch Angst, weil sich etwas in ihr regt, was sie vor ihm warnt. Etwas, was sie nicht benennen kann, dabei zieht er sie auch magisch an.
Erst, als sie in seine Welt gezogen wird, beginnt sie langsam die Zusammenhänge zu verstehen und muss sich eingestehen, dass sie sich ausgerechnet in einen Vampirfürsten verliebt habt. Einen Fürsten, der vom Schicksal bereits an eine andere Frau gebunden ist, an die Prinzessin des Lichts, die das Volk vor der Vernichtung bewahren kann, aber dafür muss Alaric sie finden und sie dann auch zur Gefährtin nehmen.

Alaric ist… naja, typisch Machtgewohnter Mann. Er kennt seine Stellung und nutzt diese auch, denn als Fürst ist er die oberste Instanz der dunklen Welt, wobei er dennoch ein gerechter Herrscher zu sein scheint und gleichzeitig treibt ihn Lina mit ihrer Neigung, sich andauernd in Schwierigkeiten zu bringen, in den Wahnsinn. So viele Regeln wie für sie, hat er wahrscheinlich noch nie für jemanden gebogen, während er versucht, eine Armee gegen den Widersacher aufzustellen.
Das hat mich kirre gemacht, dieses Schwanken von Gefühlen von einem Extrem ins nächste. In einem Moment ist er liebevoll, sanft und zärtlich und im nächsten ist er wieder der kalte Herrscher, der zum Wohl seines Volkes agiert und dabei seine Wünsche vernachlässigt. Wenn man jedoch bedenkt, wie alt er ist, konnte ich durchaus ein Auge zudrücken, wahnsinnig hat er mich trotzdem damit gemacht.

Neben Alaric spielen dessen drei Wächter noch eine wichtige Rolle, wobei hier von ihnen besonders Don eine engere Bindung zu Lina aufbaut und so etwas wie ihr Mentor, jedoch auch sehr guter Freund wird. Auch wenn er sie genau so sehr im Unklaren lässt, was viele Aspekte der dunklen Welt betrifft, so ist es doch richtig, denn eigentlich wäre es Alarics Aufgabe, ihr das zu erläutern, doch man erfährt als Leser*in erst gemeinsam mit Lina, wie die Zusammenhänge aussehen. Zudem wird immer wieder ein neuer Aspekt eingebracht.

Diese Geschichte hat mich gefangen genommen, durchgeschleudert, mit klopfendem Herzen zurückgelassen und als ich sie beendet hatte, war es so, als hätte ich ein Loch in der Brust. Meine Gedanken hingen und hängen noch immer in dieser Geschichte, in dem, was geschehen ist, an den Charakteren, an dem Kampf gegen Ende, an den Offenbarungen und allem, was damit zusammenhängt.
Klischee? Pfft! Kein Stück, kam mir nur am Anfang so vor und dann wurde alles in sich gesprengt und eine Welt, eine Chronik, ein Plot geschaffen, der mich einfach nur mit nahm und nicht mehr los ließ.
Ich kann dazu nur sagen: ICH LIEBE ES! So so sehr, das glaubt mir keiner!
Ein bisschen Angst habe ich sogar vor Band 2, weil ich nicht weiß, wie tief mich dieser Band in sich ziehen wird. Wenn ich ehrlich bin, habe ich auch für diese Rezension ewig gebraucht, um sie zu formulieren, denn das Buch habe ich seit ungefähr einem Monat schon beendet und komme doch noch immer nicht klar.
Selbst die Worte, die ich jetzt dafür finde, beschreiben noch lange nicht das, was die Geschichte in mir aufgewühlt und ausgelöst hat, noch immer auslöst, wenn ich daran denke.

Fazit:
5 Wirbelwinde
und eins meiner persönlichen Highlights in diesem Jahr, das ich gelesen habe! Für Urban-Fantasyfans definitiv ein Muss, besonders dann, wenn man sich überraschen lassen möchte, trotz Gewohntem.

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