Kein Prinz für Riley & Jacks Happy End

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Copyright: Anna Kotmore

Autor: Anna Katmore
Titel: Kein Prinz für Riley & Jacks Happy End
Reihe: Grimm war ein Bastard – Sammelband
Seitenanzahl: 527 Seiten
Verlag: Selfpublisher
ISBN: 978-1717227560 & 978-1717295439
Preis:
E-Book: 4,99€ (je Band)
Print: 15,91€ (je Band)
Link zur Autoren FB Seite: Anna Katmore
Link zu Amazon: Riley und Jack

 

Klappentext:

Als Rotkäppchen auszog, um sich einen Royal zu fangen. 

Immer, wenn irgendwo jemand ein Märchenbuch aufschlägt und die drei magischen Worte „Es war einmal“ liest, wird kurz darauf meine Oma gefressen. Öde Geschichte. Ich hätte viel lieber so etwas, wie auch Cindy und Dornröschen am Ende ihres Märchens bekommen. Ein Schloss und einen hübschen Prinzen dazu.

Habt ihr schon mal einen Frosch geküsst? Da kommt kein Prinz bei raus. Ich hab’s versucht. 17 Frösche und fast eine Kröte. Kein Glück.

Was ich bekomme, ist Jack. Er ist der Wolf in unserem Märchen und beißt mich regelmäßig in den Po. Für ein romantisches Ende ist er leider untauglich. Dazu fehlen ihm einfach die guten Manieren – und natürlich die Krone. Denn ganz unter uns: Liebe passiert nur unter den Royals der Märchenfiguren.

Leider fallen die aber nicht vom Himmel – nicht einmal hier in Märchenland. Darum werde ich mir morgen eine Prinzenfalle bauen und dann schreibe ich mein Happy End einfach neu.

*hust* Hi, mein Name ist Jack – ja, wenn Riley hier etwas sagen darf, dann darf ich das auch. ^^ Und die Idee mit dem Prinzenfutzi kann sie gleich wieder vergessen. Wir schreiben hier gar nichts neu. Wenn sie knutschen will, dann mit mir und sonst keinem … Basta.

Bereitstellung des Buches: bei der Autorin gekauft.

Meine Meinung:

Es war einmal ein Mädchen, das hatte einen roten Umhang…. Und damit endet schon die Gemeinsamkeit im Großen und Ganzen.

Nein, nicht ganz. Es ist trotzdem noch ein Märchen und natürlich wird auch die Großmutter vom bösen Wolf gefressen und Rotkäppchen ist vorhanden, aber kein süßes, kleines Ding, das dem Wolf ein Schnipchen schlägt, sondern eine junge Frau, die das will, was all ihre Freundinnen haben: Einen Prinzen an ihrer Seite für ihr eigenes perfektes Happy End!

Ja, aber… in Rotkäppchen gibt es doch gar keinen Prinzen? Nur einen älteren Jäger, der sowohl die Großmutter als auch Riley (Rotkäppchens Name) rettet. Genau so sieht es aus. Tja… Riley will aber einen vermaledeiten Prinzen und sie setzt alles daran, einen zu bekommen. Egal, ob es aus einem anderen Märchen oder gar einer Sage ist. Nur nicht die Prinzen ihrer Freundinnen – das geht natürlich nicht.

Etwas naiv, etwas tollpatschig und vor allem ziemlich realitätsfern macht sie sich daran, sich einen Prinzen zu fangen. Sie küsst Frösche – kann ja nicht sein, dass das nur bei „Der Froschkönig“ funktioniert! – baut eine Prinzenfalle und begibt sich sogar auf eine lange, beschwerliche Reise in die kalten Gefilde des Märchenwaldes.

Na ob sie da so großes Glück hat? Und wie kommt man überhaupt auf die Idee, sich einen Prinzen aus einem anderen Märchen schnappen zu wollen?

Immer an ihrer Seite der böse Wolf Jack, ihr Wolf, nicht der von den drei Schweinchen oder den sieben Geißlein. Und Jack ist da ganz anderer Meinung, als Riley. Denn wenn jemand an ihrer Seite zu stehen hat, dann doch wohl er und kein verhätschelter Prinz – Prinzenfreunde aus dem Bekanntenkreis mal ausgenommen, obwohl die sich ziemlich oft nach Männermanier aufziehen – der sie nur süßlich anzulächeln braucht und seinen Wildfang aus dem roten Umhang und in ein Ballkleid zwängen will. Aber was muss sich dieses Mädchen auch in den Kopf setzten, einen Prinzen haben zu wollen. Was stimmt nicht mit ihm? Was reicht ihr denn an ihm nicht, dass sie mit ihm glücklich werden kann? Herje, dieses Rotkäppchen bringt ihn an seine Grenzen und darüber hinaus und merkt es nicht einmal, was er alles auf sich nimmt, um ihr zu helfen, während sein Herz dabei ihm einen Strich durch die Rechnung macht.

Ob hier tatsächlich ein Happy End übrig bleibt oder wird „Rotkäppchen“ bald schon als Märchen verschwunden sein?

Das ist mein erstes Buch von Anna Katmore und meine Güte, ich bin so was von verliebt! Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, die Szenen witzig und mit unvorhergesehenen Dingen gespickt. Die Charaktere einfach einmalig. Und ja, Riley hat mich manchmal echt zum Verzweifeln gebracht, durch ihre Naivität und manchmal das Kindliche – aber hey, wir sind hier in einem Märchen, wenn ein Mädchen hier nicht total naiv sein kann, wo denn dann?

Und Jack. Hach, ich hab Herzchen in den Augen… okay, das geht physikalisch nicht… Also stellt euch vor, über meinem Kopf schweben Herzchen, weil ich ihn so toll finde.

Und die Nebencharaktere sind super! Die Prinzessinnen sind leicht schräg, die Prinzen mehr als gemein unter einander, wie in Männerfreundschaften so ab und an üblich. Finde ich herrlich. Zudem ist die Märchenwelt spannend ausgedacht und es hat alles seinen Platz und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Das war’s, ich bin Katmorefiziert und werde mir schon bald weitere Bücher der Autorin holen. Das ist einfach das perfekte Buch zum Entspannen und als schräges Märchen zum Lachen.

Fazit:

5 Wirbelwinde für ein perfektes, etwas anderes, dezent schräges Märchen 😉 Ich hatte meinen Spaß und bin offiziell katmorifiziert.

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