
Autor: Sina Grave
Titel: Durch die Highlands ins Glück
Seitenanzahl: 232 Seiten
Verlag: Selfpublisher
ISBN: 979-8313280318
Preis:
E-Book: 2,99€
Print: 9,99€
Link zu Amazon: Luna und Josh
Klappentext:
Luna Cassiopeia Summer Lambers liebt Ordnung und Pläne – ganz im Gegensatz zu ihrer unkonventionellen Mutter, der sie ihren extravaganten Namen verdankt und die das Leben barfuß und mit Blumen im Haar genießt.
Lunas Hochzeit steht kurz bevor, als ihre 75-jährige Großmutter auf die wahnwitzige Idee kommt, allein einen Roadtrip durch Schottland zu unternehmen. Während Luna das Vorhaben ihrer Großmutter noch verarbeitet, erwischt sie ihren Verlobten in flagranti.
So kommt es, dass Luna ihre Flitterwochen anstatt in der Karibik inmitten der schottischen Highlands verbringt – zusammen mit ihrer Großmutter, die sämtliche Reisepläne über den Haufen wirft. Aber nicht nur damit hat sie zu kämpfen, sondern auch mit einem Sunnyboy und dessen Großvater, die ihr unterwegs ständig in die Quere kommen.
Als ihre Großmutter schließlich ein gut gehütetes Familiengeheimnis lüftet, muss sich Luna fragen: Ist ein perfekt geplanter Weg wirklich der richtige? Oder liegt das wahre Glück dort, wo das Herz sie hinführt?
Ein herzerwärmender Liebesroman über ungeplante Abenteuer und unerwartete Liebe in den atemberaubenden schottischen Highlands.
Bereitstellung des Buches: Rezensionsexemplar.
Meine Meinung:
Lunas Leben ist von ihr durchgeplant: Heiraten, Kinder bekommen in einem ganz bestimmten Abstand und ein entspanntes, durchgeplantes Leben führen. Pläne und Struktur sind ihr so wichtig, wie nichts anderes und sie klammert sich daran, da sie sich erhofft, dadurch Stabilität zu finden; im Gegensatz zu ihrer Mutter Jane, die sie eher in die Schublade Hippie steckt und damit gar nicht klar kommt.
Veränderungen? Nein, bitte nicht! Lieber schön konstant und nach Plan.
Nur, dass nichts mehr nach Plan läuft, als sie ihren Verlobten beim Fremdgehen erwischt und sich damit all ihre Pläne in Rauch auflösen.
Statt sich mehr als unnötig hängen zu lassen, schließt sie sich ohne zu Fragen ihrer Großmutter Marlene an, die Urlaub in Schottland machen möchte – das erste Mal in ihrem Leben, denn nach dem Tod ihres Ehemanns scheint Marlene immer mehr aufzublühen.
Und damit beginnt nicht nur eine Urlaubsreise, sondern auch die Reise zu sich selbst für Luna, ohne, dass sie es dachte.
Ich gestehe: Am Anfang ging mir Luna gehörig auf die Nerven mit ihren Plänen und wie sehr es sie nervt, dass es nicht nach ihrem Zeitplan geht und dass sie ihre 75-jährige Großmutter wie eine gebrechliche alte Frau teilweise behandelt hat. Großmutter Marlene dagegen fand ich von Anfang an genial. Ziemlich witzig, ein Sturkopf und sie lässt sich nichts von ihrer Enkelin sagen. Nur Sightseeing und nach Terminplan?
Nicht mit ihr! Stattdessen wird geshoppt, sich Edinburgh angeschaut und geflirtet, was das Zeug hält. Denn auf dem Flug begegnen die beiden Josh, der in Schottland einen Großvater hat und diesen besucht. Jamie ist mit Marlene sofort auf einer Wellenlänge und das war richtig niedlich.
Die Urlaubsreise wird zu einer Probe für Luna, denn ihre Großmutter lässt sich nicht alles gefallen und schon bald merkte ich eine Änderung in Lunas Verhalten und Denkweise, denn so langsam begann sie zu begreifen, dass man nicht immer alles planen kann und diese Pläne auch nicht anderen aufzwingen sollte.
Nach und nach wurde mir Luna sympathischer und ich konnte mich in die Story fallen lassen, was dank des schönen und leichten Schreibstils der Autorin wirklich gut ging.
Besonders gefallen hat mir die Beschreibung der Gegend, diese Lebendigkeit, die Farbenpracht und alles, was damit zutun hat. Irgendwie war es wie ein Reiseführer, aber als Film und es hat in mir den Wunsch geweckt, selbst nach Edinburgh zu reisen.
Josh und sein Großvater Jamie waren mir auf Anhieb sympathisch, auch wenn mir ihr ständiges Augenzwinkern auf die Nerven ging – da muss ich Luna zumindest einmal zustimmen.
Josh ist ziemlich charmant, hat aber auch so seine Baustellen, auch wenn ich ihn für mich als „Green Flag“ Bookboyfriend abstempeln würde.
Insgesamt und nachdem ich Luna nicht mehr ganz so nervig mit ihrem Planfimmel fand, war das Buch für mich ziemlich zuckrig und eine bildhafte Schottlandreise mit viel Gefühl und perfekt zum abschalten. Zudem mit einer sehr schönen Message.
Fazit:
4 Wirbelwinde.