
Autor: C. Gina Riot
Titel: Von Hochverrätern und Galgenbäumen
Reihe: Band I/ II – Der Botschafter
Seitenanzahl: 503 Seiten
Verlag: Selfpublisher
ISBN: 979-8387680953
Preis:
E-Book: 4,99€
Print: 16,04€
Hardcover: 29,99€
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Link zu Amazon: Luic und Tax im neuen Abenteuer
Klappentext:
Auf Luic von Eoun wird ein Kopfgeld ausgesetzt. Durch eine Verkettung unglücklicher Ereignisse flüchtet er nach Andoulous, um sich als Botschafter auszugeben. Doch ausgerechnet jener, der ihn wegen Hochverrats am Galgen sehen möchte, ist ebenso auf dem Weg dorthin.
Andoulous – das friedvolle Land, in dem Wein und Wohlstand zum Alltag gehören – mit einer Königin, die Volksnähe und hohe Ideale im Herzen und den Sarkasmus auf der Zunge trägt. Zumindest bis sie erfahren muss, dass ausgerechnet die Herrscher zweier Länder auf dem Weg in ihr Königreich sind, die sich gerade miteinander im Krieg befinden. Unter keinen Umständen dürfen sie in Andoulous aufeinandertreffen, denn dies hätte drastische Folgen für ihr Land. Und dann wäre da noch der Gesandte Wristanguls, der sehnsüchtig erwartet wird. Doch niemand ahnt, dass der echte Botschafter bereits tot ist.
Es folgt ein rasantes Fantasy-Abenteuer voller Intrigen und Spannung, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt.
Bereitstellung des Exemplars: HC gekauft.
Meine Meinung:
Ein neues Abenteuer für einen meiner absoluten Lieblingscharaktere aus „Diener des Ordens“. Ich liebe Tax, auch wenn er mit einigen roten Fahnen daher kommt, aber hey, deswegen liebt man schließlich die Buchhelden, nicht wahr?
Luic ist immer noch auf der Flucht vor seinem ehemaligen König, kein Befehlshaber mehr, sondern ein Hochverräter des Landes Thal. Durch einige seltsame Ereignisse landen Tax und Luic in Andoulous, wobei Luic hier die Rolle des Wristangulschen Botschafters mimen muss. Und in meinen Augen dabei kläglich versagt. Tax ist auch nicht gerade besser, denn er sorgt nicht dafür, dass Luic seiner Aufgabe nachkommt, sondern sucht sich Arbeit, da beide Krieger ohne Geld dastehen. Kein Wunder, wenn man sich nur mit mickrigen Aufträgen statt ruhmreichen Schlachten durch die Lebenstage schlagen muss.
Andoulouse ist für mich ein Land, das ziemlich im Gegensatz zu Wristangul steht: friedfertig und unparteiisch. Es hält sich aus Kriegen raus, denn es führt zu vielen wichtigen Ländern der Erdenwelt Handelsbeziehungen.
Die Königin Lor’andre ist echt der Hammer! Ich liebe ihren Sarkasmus und ihre spitze Zunge. Sie findet in den kleinsten Dingen Freude, während die aktuellen Entwicklungen ihr ziemliche Kopfschmerzen bereiten.
Es reicht ja nicht, dass der Werte Herr von Windergaard zu Besuch kommt, der Herrscher Thals hat sich auch angekündigt. Zwei Parteien, die gerade im Krieg miteinander liegen und dann fehlt vom Botschafter aus Wristangul auch noch jede Spur.
Der König Andoulouse‘ ist ein seltsamer Zeitgenossen. Manchmal hat er mich an einen verwöhnten Jungen erinnert, dann war er aber auch ziemlich cool in seiner Machtposition als König, wenn der Rat getagt hat und versucht Lor’andre wirklich zu helfen. Die beiden führen zudem eine sehr seltsame Vorstellung von Ehe, was mich wiederum mehr als amüsiert hat.
Luic muss auch feststellen, dass er nicht vor allem gefeilt ist und ihm so manche Dinge das Gemüt trüben können, was vorher nie der Fall gewesen ist, wenn er in ähnliche Situationen kam. Deswegen schafft er es auch nicht, seine Aufgabe rechtzeitig zu erfüllen.
Ich habe in dem Buch viel gelacht, gleichzeitig aber auch die Augen mehr als nur einmal verdreht und wollte besonders Luic gerne einmal kräftig schütteln, dass er seinen Allerwertesten doch bitte hochbekommen soll, statt sich hängen zu lassen.
Letztendlich war das ganze Buch ein ziemliches Spektakel. Lor’andres Anspannung und der Stress waren geradezu greifbar für mich.
Und der Cliffhanger war gar nicht so schlimm, wie ich vorher vermutet hatte!
Vom Schreibstil ist es ein typischer C. Gina Riot. Was drauf steht, bekommt man auch, wobei die Charaktere nicht immer so handeln, wie man es erwartet und manch eine Szene war skurril und gleichzeitig amüsant auf ihre eigene Art, sowie unerwartet von der Wendung.
Fazit:
5 Wirbelwinde für den ersten Teil der Dilogie.

