Splitting the Ice

Autor: Kim Valentine
Titel: Splitting the Ice
Reihe: Spin-Off zur Chicago Saints Reihe
Seitenanzahl: 333 Seiten
Verlag: Selfpublisher
ASIN: B0C72TY6XH
Preis:
E-Book:
 3,99€
Link zur Autoren FB Seite: Kim Valentine
Link zu Thalia: Hunter und Lia
Klappentext:
Die beste Rüstung, die eine verletzte Seele tragen kann, ist bedingungslose Liebe.

Organisationstalent Ophelia Delgado ist in der Führungsetage der Chicago Saints zu einer wichtigen Mitarbeiterin geworden, doch hinter der beherrschten Fassade verbergen sich Narben, von denen kaum jemand weiß.
Während sie auf der Highschool durch die Hölle ging, war Hunter McAllister der gefeierte Footballstar – bis er nach einem Trainingslager völlig unerwartet seinem Sport den Rücken kehrte.
Um sein Geheimnis zu wahren, hält der jetzige Spieleragent seit Jahren jeden auf Abstand, doch als er auf Ophelia trifft, erkennt er, dass ihre Seele ebenso verletzt ist wie seine. Hunter weiß, dass die Wahrheit irgendwann ans Licht kommen wird, falls er sich auf Ophelia einlässt. Er weiß nur nicht, wie die Frau, an die er längst sein Herz verloren hat, reagieren wird …

Spin-off zur Chicago Saints Reihe.
In sich abgeschlossen.
Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

Bereitstellung des Exemplars: Rezensionsexemplar E-Book.

Meine Meinung:

Hunter und Lia. Lia und Hunter.
Zwei Seelen, auf denen Schatten liegen und die doch ihr Leben versuchen zu meistern.
Was zuerst als ein einfacher Gefallen beginnt, entpuppt sich schlussendlich als der Wink des Schicksals und der Beginn von etwas Großem.

Hunter McAllister ist mit seiner Sportagentur verheiratet und man könnte ihn für den typischen Workaholic halten, wenn da nicht immer wieder etwas herausblitzen würde in seinen Gedanken. Etwas, was ihn geradezu vom Leben abhält. Klar liebt er seinen Job, sonst wäre er nicht so erfolgreich in dem, was er tut, aber das Leben scheint er sich nicht gönnen zu können.
Bis ein Abend alles zu verändert scheint und ihn eine Frau in ihren Bann zieht, die weit verletzlicher ist, als man es glauben möchte.

Ophelia – kurz Lia – hatte es in ihrer Jugend nicht leicht, doch seit dem sind einige Jahre vergangen und sie hat sich einen Schutzpanzer angelegt. Ihre eigene Kriegsrüstung in dem Wahnsinn, das sich Leben nennt und diese zu durchdringen und ihr Bild zu ändern konnte bisher keiner. Als sich ihr die Chance bietet, ihrem Teenager-Ich einen lang gesehnten Wunsch zu erfüllen, packt sie diesen beim Schopf und verlangt als Gegenleistung ein Date mit Hunter McAllister.
Eigentlich sollten es nur wenige Stunden werden. Ein kurzer Abend, um den Punkt auf ihrer Bucket-List abzuhaken und sich gleichzeitig selbst einen Wunsch zu erfüllen, um ihrer Seele ein bisschen Frieden zu schenken.
Und gleichzeitig wird es zu dem ersten Steinchen, der viele weitere nach sich zieht, der ihr hilft, die zu sein, die sie schon immer war und es nicht erkannt hat.

Ich LIEBE diese Geschichte.
Ehrlich, ich liebe sie. Die Charaktere sind so echt und greifbar, so voller Stärken und Schwächen, Zusammenhängen und Widersprüchen, dass ich nicht anders konnte, als mich in Hunter zu verlieben und gleichzeitig Lia die Daumen zu drücken, dass ihr Herz das heil übersteht.

Der Schreibstil der Autorin ist locker, aber damit werden wichtige Themen wie Täuschung und Mobbing keineswegs übergangen, sondern gut dargestellt und erläutert. Und was es mit unschuldigen Seelen machen kann. Was Mobbing, Lug und Trug insgesamt mit einem Menschen macht, der es auch glaubt. Der es anders nicht kennt. Wie viel es zerstört und was es alles an Arbeit kostet, innerliche Schadensbegrenzung und – hoffentlich – irgendwann die Heilung zu schaffen.
Es wird gut dargestellt, ohne es zu heftig aufzuzeigen, gleichzeitig dem Ganzen die Ernsthaftigkeit zu geben, die es benötigt und auch den Raum. Es wird nicht einfach abgehandelt, sondern die Konsequenzen werden aufgezeigt, in ihren ganzen Facetten.

Insgesamt ist es auch sehr spannend, weil die emotionale Achterbahnfahrt der Charaktere mit nicht los gelassen hat und ich gleichzeitig wissen wollte, was denn nun Sache ist. Die Zusammenhänge werden gut dargestellt, zudem sind die Handlungen, Gesten und Dialoge gut nachvollziehbar, sowie die Unsicherheiten und die Angst in manch einer Situation.
Für mich ein rundum gelungener Roman, der mich nicht nur unterhalten hat, sondern der auch nachklingt.

Fazit:
5 Wirbelwinde
und eins meiner definitiven Highlights in diesem Halbjahr!

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